Orthopädische Einlagen

..wie weit die Füße tragen..

Orthopädische Einlagen sind orthopädische Hilfsmittel, die zur Behandlung von Fußerkrankungen und Fußdeformitäten Anwendung finden. Ziel ist es, statische und dynamische Belastungen des Fußes zu verbessern und eine Gewichtsumverteilung der Weichteile am Fuß mit Wirkung auf die Bein-Gelenke und auf die Wirbelsäule zu erreichen.

Um eine optimale Paßform Ihrer Einlagen zu erzielen, werden unsere Einlagen über den von Ihnen gefertigten und modellierten Leisten tiefgezogen oder CAD gefräst.

Orthopädische Einlagen werden eingeteilt in:

  • Stützende Einlagen- ehemals Kopieeinlagen (HMVNr.:08.03.01.0)
  • Bettungseinlagen elastisch ggf. druckumverteilend- ehemals Kork-Leder-Einlagen (HMVNr.; 08.03.02.0)
  • Weichpolster-Bettungseinlagen elastisch, druckumverteilend- ehemals Weichpolstereinlagen (HMVNr.:08.03.02.1)
  • Schaleneinlagen elastisch korrigierend/ entlastend- ehemals nur für Kinder und Jugendliche, jetzt auch für Erwachsene (HMVNr.: 08.03.03.0)
  • Propriozeptive-, Sensomotorische-Einlagen (HMVNr.: 08.03.07.0 Nach Kostenvoranschlag!!)

In unserer hauseigenen Werkstatt werden die Einlagen mit modernsten Meßmethoden (dynamische Fußdruckmessung, 3D Scan) in verschiedenen Verfahrensweisen für Sie individuell angefertigt. Die Einlagen bilden mit den geeigneten Schuhen eine Einheit, die speziell auf Ihre Bedürfnisse (Freizeit, Sport, Beruf) abgestimmt ist.

Stützende Einlagen

Stützende Einlagen sollen die Fußgewölbe erhalten, Überlastungen ausgleichen bzw. Teilentlastungen bewirken und/oder das Abrollen des Fußes verbessern. Die physiologische Fußform soll dadurch so weit wie möglich auch in belasteter Stellung erhalten bleiben. Stützenden Einlagen entlasten den Fuß und beeinflussen die Funktion von Gang und Körperhaltung.

Behandlungsziel: Erhaltung der physiologischen Fußform auch unter Belastung.

Indikationen:

  • Knick-Senk-Spreizfuß
  • Hohlfuß
  • Spreizfuß mit Hallux Valgus
  • Senk-Spreizfuß mit Hammer- oder Krallenzehen
  • Hallux Rigidus mit Vorfußschmerz
  • Statische Fußbeschwerden z.B. nach Fraktur-Ruhigstellung
  • Morbus Köhler (I+II)

Mögliche Zusätze:

  • Supinations-(Innenrand-)/ Pronationskeil (Außenranderhöhung)
  • Rigidusfeder
  • Weichbettung langsohlig
  • Weichbettung im Vorfußbereich
  • Verkürzungsausgleich fest mit der Einlage verbunden

Bettungseinlagen

Bettungseinlagen verhindern eine Überdehnung von Bändern und eine ungewollte Bewegung krankhaft veränderter Gelenke. Eine Überlastung der Fußsohlen-Weichteile und der knöchernen Strukturen oder einzelner Fußpartien wird durch eine Druckumverteilung und/oder Weichpolsternde Bettung vermieden.

Behandlungsziel: Vermeidung weiterer Verformungen des belasteten, nicht mehr korrekturfähigen Fußes indem sie ihn gegen Dreh - und Biegebewegungen stabilisieren.

Indikationen:

  • Knick-Senk-Spreizfuß kontrakt
  • Halluxrigidus mit Spreizfußbeschwerden
  • Ballen-Hohlfuß
  • rheumatischem Spreizfuß
  • angio-neuropathischen Fußveränderungen in Kombination mit anderen Fußdeformitäten.

Mögliche Zusätze:

  • Supinations-(Innenrand-)/Pronationskeil (Außenranderhöhung)
  • Fersenspornausnehmung/-Polster
  • Rigidusfeder
  • Weichbettung langsohlig
  • Weichbettung Vorfußbereich
  • Verkürzungsausgleich fest mit der Einlage verbunden.

Schaleneinlagen

Schaleneinlagen sollen krankhafte Fußfehlformen und Fehlentwicklungen des kindlichen Fußes aufhalten, den Fuß in die richtige Form und Funktion lenken und/oder das Ergebnis von Korrektur-Operationen am Fuß sichern. Beim Erwachsenen sollen Schaleneinlagen für eine Belastungsminderung bzw. Entlastung überwiegend für eine Korrektur des Rückfußes sorgen und einer Verschlimmerung eines unzuträglichen Zustands verhindern. Dabei soll die Traglast wieder auf die ursprünglich belastungstragenden Strukturen übertragen und das Längsgewölbe umfassend gestützt werden.

Indikationen:

  • Ausgeprägter kindlicher Knick-Plattfuß
  • Kontrakter Knick-Plattfuß beim Erwachsenen
  • Klumpfuß postoperativ nach knöcherner Korrektur
  • Hallux Rigidus mit Vorfußschmerz

Kontraindikationen: hypotoner kindlicher Knick-Plattfuß, der sich im Zehengang kompensiert.

Mögliche Zusätze:

  • Supinations-(Innenrand-)/ Pronationskeil (Außenranderhöhung)
  • Fersenspornausnehmung/-Polster
  • Rigidusfeder
  • Weichbettung langsohlig
  • Weichbettung Vorfußbereich
  • Verkürzungsausgleich fest mit der Einlage verbunden

Sensomotorische/Propriozeptive Einlagen

Sensomotorische/Proprozeptive Einlagen verfolgen einen anderen Therapieansatz als die herkömmlichen Einlagen. Durch gezielt eingesetzte Impulse wird bei diesen Einlagen die Biomechanik des Körpers unterstützt. Beim Gehen, Laufen oder Stehen wird die Aktivität einzelner Muskeln oder Muskelgruppen gezielt verändert, indem die Muskelspannung vermindert oder erhöht wird. Diese Einlagen werden von manchen Krankenkassen nicht mehr bezahlt. Wir stellen vor Fertigung einen Kostenvoranschlag an die Krankenkasse, um eine Kostenübernahme abzuklären.

Indikationen: Neurologische oder funktionell Beschwerdebilder im Zusammenhang mit statischen oder dynamischen Fußbefunden

Weichpolster-Bettungseinlage

Die Weichpolstereinlage besteht aus einem weichbettenden Trägermaterial, das aus Schäumen unterschiedlicher Härtegrade besteht und dem Schuhboden adaptiert angepasst ist. Der Vorteil dieser Einlagen liegt in der weichen Abpolsterung des gesamten Fußes zur Vermeidung von Druckspitzen und in einer durchgehenden Weichbettung. Da die Weichpolstereinlage durch das Polster aufträgt, muss der Schuh ausreichend Platz bieten. Die Weichpolstereinlage findet Anwendung bei allen entzündlichen Prozessen des Fusses, welche durch Weichpolsterung der Fusssohle und Entlastung bzw. Stützung gezielter Punkte Schmerzlinderung erfahren können. Sie findet auch im sportlichen Bereich ihren Einsatz.

Indikationen:

  • Knick-Senk-Spreizfuß kontrakt
  • Ballen-Hohlfuß
  • Rheumatischer Spreizfuß
  • Hallux-Rigidus mit Vorfußschmerz
  • Angio-Neuropathische Fußveränderungen

Mögliche Zusätze:

  • Supinations-(Innenrand-)/Pronationskeil (Außenranderhöhung)
  • Fersenspornausnehmung/-Polster
  • Verkürzungsausgleich fest mit der Einlage verbunden

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